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Hack-Alarm

Jetzt also auch EA… Nachdem vor nicht allzu langer Zeit, das PlayStationNetwork durch Hacker eine ganze Zeit lang das PSN lahm gelegt hatten, traf es nach einem Angriff auf Bioware, dann noch Sega und jetzt also als vierten Spiele-Konzern Electronic Arts.
Und wenn bei Bioware angeblich private Daten bis auf die E-Mailadresse unangetastet blieben, gingen beim Sony-Hack neben diesen Daten auch Kreditkartennummern etc. in die Hände der Hacker – bei EA waren es “nur” Telefonnummern und E-Mailadressen. Nebenbei bemerkt: komisch das in letzter Zeit so viele Spiele-Konzerne Opfer von  Cyberattacken werden. Und natürlich die GEMA, die durch ihr ziemlich undurchdachtes Verhalten bei den Verhandlungen mit YouTube anlässlich gesperrter Musikvideos den Zorn u.a. von der Hackergruppe “Anonymous” für ein paar Stunden auf ihre Website verzichten mussten.

Und zumindest bei Sony wurden schon Schuldige gefunden – oder gesucht, wie auch immer – auf jeden Fall wurden ein paar Mitarbeiter entlassen, bleibt aber noch die Frage, ob dass wirklich primär mit dem Vorfall zu tun hat, schließlich hatte Sony sich, wie man lesen kann, sich trotz hoher Wahrscheinlichkeit eines Hack-Angriffs eher auf die privaten Daten der Mitarbeiter konzentriert, die, man glaubt es kaum, noch privat sind. Im Gegensatz zu den 100 Millionen Datensätzen von EA – “nicht der Rede wert”, dachten sich die Presse-Sprecher von EA und gaben noch keine Stellungnahme ab. Wieso auch. Sind ja nur 100 Millionen Nutzerdaten, bekommen die halt demnächst ein bisschen mehr Spam als andere. Wobei bei andere noch 1,3 Millionen Sega-Nutzer ausgeschlossen werden müssen, denn auch hier waren unbekannte Cyber-Diebe am Werk.
Aber LulzSec, die Hacker die für den Ausfall der Sony-Plattformen verantwortlich sind, haben sich schon neue Ziele ausgesucht. Waren aber gnädig, die Website der CIA , des Sandkasten-Spiels Minecraft und einigen anderen wurden nur vorübergehend unerreichbar.
Aber auch Humor verstehen die Hacker von LulzSec; sie richteten eine Hotline an, was denn das nächste Opfer sein solle, konnten es aber leider nicht allen Anrufern recht machen: die Leitungen brachen unter Überlastung zusammen und durchschnittlich 10 Anrufe pro Sekunde haben die Herren an die Hotline des Online-Rollenspiels World of Warcraft weitergeleitet.

Aber eigentlich ist das ganze sehr erschreckend. Wie unsicher alle Daten, die wir im Internet speichern doch sind. Dies sage ich vor allem mit dem Gedanken an den super tollen digitalen Personalausweis in Deutschland. Wenn schon die CIA keine riesige Hürde darstellt, dann wird unser Cyber-Sicherheitszentrum mit ganzen 15 Mitarbeitern, wenn auch in Zusammenarbeit mit ein paar Hackern, die Cyber-Kriminellen (unglaublich schwer, so viele Synonyme zu finden, um sich nicht ständig zu wiederholen) nicht darin hindern können, auf unsere heiklen Daten zugreifen zu können. Aber ist ja alles super sicher. Genauso wie unsere Atomkraftwerke. Ach nein, stimmt ja gar nicht mehr, die sind ja jetzt plötzlich gar nicht mehr so sicher und sollen so schnell wie möglich abgeschaltet werden. Und da ist ja wieder ein Problem, die ganzen Energie-Bosse möchten ja gegen den Beschluss klagen. Mal sehen wie das endet. Die GEMA kann ja ein Lied davon singen – auf YouTube aber nur ein Lizenzfreies.

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